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Sigiriya


Die Felsenfestung von Sigiriya ist ein absoluter Höhepunkt einer Sri Lanka Rundreise.

Schon am frühen Vormittag sollte man mit dem anstrengenden Aufstieg auf den fast 200 Meter hohen Felsen von Sigiriya beginnen. Nicht nur wegen der Mittags Hitze, sondern auch wegen den Massen an Touristen, die sich dieses einmalige Kulturdenkmal von Sri Lanka anschauen wollen.
Anders als es vielleicht auf dem Lageplan von Sigiriya aussieht, geht die zu bewältigende Strecke nicht immer geradeaus von links nach rechts, sondern immer mehr oder weniger steil nach oben.

Über einen Wassergraben gelangt man an einem Kräutergarten vorbei an den Aussenwall, der ersten Befestigungsanlage der Felsenfestung von Sigiriya. Gleich darauf befindet sich ein wunderschön angelegter Wassergarten. Dieser ist
ein kunstvolles Geflecht von Wasserpavillions, Pools, Innenhöfen und Wasserläufen. Es gibt 5 Gebäude  in diesem Garten von Sigiriya, welche von Pools umgeben sind. Die Pools haben Marmorböden, die durch flaches, sich langsam bewegendem Wasser und Kies poliert wurden.

Dieser Garten wurde in mehreren Phasen gebaut. Angefangen im 5. Jahrhundert und weiter ausgebaut und voillendet zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert.
Ein ähnliches Garten liegt im Norden. Dieser ist ein Spiegelbild dieses Wassergartens der im Süden der Felsenfestung liegt.

Die Wassergärten sind auch in drei Hauptbereiche unterteilt. Der erste Garten besteht aus einem Stück Land, der von Wasser umgeben ist. Der zweite ist der größte mit großen Parkanlagen und zwei langen Poolbecken. Der dritte ist kleiner und besteht nur aus einem großen achteckiges Becken, das heute noch ansatzweise zu erkennen ist.

Sigiriya Felsenfestung Wassergarten
Sigiriya Wassergarten
Pool Sigiriya Wassergarten
Sigiriya Aufstieg


Die Geschichte von Sigiriya, Simha Giri der Löwenberg

Sigiriya wahr ursprünglich vom 1-2 Jahrhundert v.Chr. ein Kloster mit Höhlen in der näheren Umgebung. Viele dieser Felshöhlen mit und ohne Tropfleisten aus dieser Zeit wurden in der Nähe von Sigiriya gefunden.
Der Bau der Felsenfestung von Sigiriya begann mit König Kassapa dem Ersten ( 473-491 n.Chr.). Er riss mit einem blutigen Putsch die Macht an sich, indem er seinen Vater König Dhatusena ermorden ließ. Daraufhin verlegte er das Verwaltungszentrum und den Palast von Anuradhapura nach Sigiriya und regierte die Insel von hier aus.
Er baute zu seinem Schutz die Festung Sigiriya mit Gärten, Wasserläufen und dem Palastgebäude auf der Spitze des Felsens geschützt von Wassergräben und Brüstungen. Sein Halbbruder, der eigentlich die Nachfolge auf den Thron antreten sollte floh zunächst in den Süden von Indien, kam aber mit einer Söldnertruppe zurück.
König Kassapa der erste nahm sich am Ende eines aussichtslosen Kampfes selber das Leben. Sein Halbbruder und Nachfolger König Mugalan spendete Sigiriya einer buddhistischen Gemeinschaft und Mönche ließen sich am Fuße der Bergfeste von Sigiriya nieder. Literarischen Quellen zu Folge wurde Sigiriya auch noch in der Amtszeit von König Dala Mugalan (535-555 n. Chr.) und König Sangatisse dem Zweiten erwähnt.
Als die singhalesischen Könige sich in Kandy befanden dienete die Festung Sigiriya noch als militärischer Aussenposten um im Norden von Sri Lanka ausreichend vertreten zu sein.

Sigiriya Felsenfestung Lageplan


Der Boulder Garden auf dem Weg zu den Wolkenmädchen von Sigiriya

Nach dem man  Ruinenfelder des Sommerpalastes mit seinen Wasserpools und Gartenanlagen am Fuss des Felsen von Sigiriya hinter sich gelassen hat, erreicht man vor dem Aufstieg einen Garten, der mit vielen Felsbrocken übersät ist, der sogenannte Boulder Garden.
Der Steingarten zeigt eine Landschaftsgestaltung, die im Gegensatz zur der Symmetrie und Geometrie der Wassergärten ist. Das Vorhandensein von Clustern von natürlichen Felsbrocken ist eine bemerkenswerte Eigenschaft. Auf einigen der großen Felsblöcke befanden sich einst Pavillons in denen Mönche wohnten. Nach den durchgeführten Untersuchungen ist der Boulder Garden nach den archeologischen Belegen der älteste Teil in der Geschichte von Sigiriya.
Bei einer Ausgrabung in der Höhle Namens "Aligala" fand man Überreste einer 6.000 Jahre der prähistorischen Siedlungen. Offenbar wurde dann im 3. Jahrhunder v.Chr. eine Klosteranlage gegründet.
Dreißig Höhlen mit Tropfleisten wurden in der Gegend gefunden und acht von ihnen enthalten brahmi Inschriften
Während der Kassapa Zeitraum ( 5. Jahrhundert n. Chr. ) war dieser Bereich innerhalb der Zitadelle. Nach seiner Regierungszeit wurde hier wieder ein neuer Klosterkomplex gebaut. Der Bodhi-Baum-Schrein sowie die Stupa wurden in der Zait nach König Kassapa errichtet.
Der Bodhi -Baum- Schrein und der Stupa in der Boulder Garten sind Denkmäler, die auf die zweite Phase nach Kloster Kassapa gehören. Viel ist aus dieser Zeit nicht mehr übriggeblieben. Einige Vertiefungen in den Felsen, ein paar Skizzen und Höhlenmalereien wurden aber entdeckt.

Von nun an beginnt der eigentliche zum Teil sehr anstrenden Aufstieg zur Felsenfestung von Sigiriya und wir erwarten den ersten Höhepunkt unserer Exkursuion: Die Wolkenmädchen von Sigiriya

Sigiriya Anstieg Wolkenmädchen
Sigiriya Terassengarten
Sigiriya Wolkenmädchen Plattform
Sigiriya Wolkenmädchen Wendeltreppe


Die Wolkenmädchen von Sigiriya

Über eine steile eiserne und stabile Wendeltreppe erreicht man eine Felsnische in der die atemberaubend schönen Wolkenmädchen von Sigiriya zu finden sind. Wir sind jetzt in einer Höhe von 100 Meter über der Basis. Von hier aus kann man, wenn es zu anstrengend wird, den Weg wieder hinuntergehen oder entlang der Spiegelwand, der Mirror Wall, weiter zum Plateau auf die Spitze des Berges gehen.

Anfänglich gab es wohl über 500 Abbildungen dieser schönen Frauen in der Felsenfestung von Sigiriya. Die meisten von ihnen wurden aber zerstört als Sigiriya in der zweiten Phase wieder ein Kloster wurde. Andere sind noch schemenhaft zu entdecken, zum Beispiel auf dem Dach der Cobra-Höhle.

Die Bedeutung und die Geschichte der Wolkenmädchen von Sigirya ist noch umstritten. Eine Lehtmeinung sagt, das es sich um die Abbildungen von vornehmen Damen aus dem königlichen Hof handelt. Andere behaupten es sind hier göttliche Wesen abgebildet. Sie sollen
Apsaras oder himmlischen Nymphen darstellen, ein häufiges Motiv in der religiösen und königlichen Kunst Asiens.

Sigiriya Wolkenmädchen
Sigiriya Spiegelwand


Die Spiegelwand oder Mirrow Wall von Sigiriya

Gleich nachdem man die Felsennische mit den Wolkenmädchen über eine Wendeltreppe wieder verlassen hat gelangt man zu der Spiegelwand der Felsenfestung von Sigiriya. Diese drei Meter hohe Spiegelgalerie ist eine umlaufende Mauer die zur selben Teit wie die Gemälde der Wolkenmädchen entstanden ist.

Ihren Namen erhielt diese Wand weil sie extram glatt poliert ist wie ein Spiegel. Besucher aus dem 7. - 19 Jahrhundert hinterließen hier Kritzeleien und brachten ihre Gefühle über die Gemälde der Wolkenmödchen und den Zauber der Umgebung zum Ausdruck. Dies zeigt, wie diese Malereien die Menschen über hunderte von Jahren verzückt und begeistert hat.

Der bekannte Forscher Prof. Senerat
Paranavitana war von den enthusiastischen Kommentaren so begeistert, dass er 685 dieser Graffitis entschlüsselt hat und in einer zweibändigen Publikation mit dem Titel "Sigiri Graffiti" veröffentlicht hat.

Sigiriya Spiegelwand Graffiti
Sigiriya Mirrorwall
Sigiriya Löwenterasse


Bei der Löwenterasse beginnt der letzte Aufstieg zum Palast auf der Spitze der Sigiriya Felsenfestung.

Diese, auch Lion´s Paw Terasse genannt, ist ein weiteres sehr bemerkenswertes Detail von Sigiriya. Auf einer kleinen nach Norden gerichteten Hochebene steht das Tor zum Hauptpalast auf dem Gipfel. Es wird vermutet das der Name Sigiriya also Löwenfelsen von dieser gigantischen Statue abgeleitet wurde. Von der ursprünglichen Löwenfigur sind nur noch die riesigen Pranken aus Ziegelmauerwerk erhalten. Ursprünglich musste die Löwenstatue mit Vorderpfoten, Schulter und Kopf aus dem Felsen hervortstehend zu sehen gewesen sein. Der Eingang befand danach im riesegen Schlund des Löwens.
Was für ein gigantisches Spektakel.

Eine neue eiserne Treppe wurde auf der Seite des Berges angebracht , um den Aufsteig auf den Gipfel zu ermöglichen. Um das oberste Plareau, den Palastbezirk zu erklimmen sollte man schon eine gute Konditionen haben und schwindelfrei sein.
Der Ausblick, den einen oben erwartet entschädigt aber für alle Anstrengungen.

Löwenterasse Palast Sigiriya
Sigiriya Löwenterasse Eingang


Der Palast auf dem Gipfel der Felsenfestung von Sigiriya. Der Palast im Himmel - Der Palast in den Wolken.

Endlich ist er erreicht, der Palast von Sigiriya. Hoch oben auf dem Felsen kann man sich endlich mal ausruhen bevor es zur Exkursion dieses Teiles der Festung weiter geht. Hier hat König Kassapa seine uneinnehmbare Festung in nur 7 Jahren erbaut. Uneinnehmbar und sicher, da durch Wassergräben und aufwendige Wälle geschützt. Weit konnte man über das Land schauen und vermeintliche Feinde sehr schnell ausmachen.

Der Palast selber befindet sich in einer kleinen abgeschlossernen Festung, der Zitadelle, auf dem Gipfel des Sigiriya Felsens. Das Gelände auf dem Gipfel umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 1,5 Hektar und besteht aus mehreren Ebenen. Ganz oben thronte der König und Vatermörder und schaute auf eine gigantische Palastanlage bestehend aus Teichen und Gärten, die einem heutigen Monarchen noch zur Ehre gereichen würde. Anhand der Fundamente kann man den Plan der Anlage auch heute noch gut erkennen. Anhand von Ausgrabungen kann davon ausgegangen werden, das die Palastkontruktion überwiegend aus Holz gefertigt wurde. Man muss sich mal vorstellen wie viele Mannstunden benötigt worden sind, um dies alles hier herauf zu schaffen.

Besonders hervorstechend sind heute noch die Treppen und angedeuteten Gänge, die durch das Gelände führen. Ein Auf und Ab, dass sich perfekt an der Topologie des Geländes anlehnt. Und das sich ein übergroßer Swimming-Pool mit einer Abmessung von 25m x 20m hier oben befindet, der sein Wasser aus dem Tal bezog ist für uns heute fast unvorstellbar.

Palast Sigiriya
Sigiriya Felsen Palast
Sigiriya Teich
Sigiriya Palast Swimmingpool
Sigiriya Felsenfestung Panorama

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