Reiseberichte, Bilder und Informationen über Rundreisen durch Srilanka
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Mihintale

Mahaseya Dagoba Mihintale

Mihintale, einzigartig und Ehrfurcht einflößend
Die Geschichte der Geburt des Buddhismus´ in Sri Lanka.

Etwa 12 Kilometer nordöstlich von Anuradhapura liegt Mihintale. In diesem hier dschungelartigen Berggebiet liegen verstreut eine Reihe von Heiligtümern, Stupas und Höhlen, in die sich früher Mönche zur Meditation abseits der Königsstadt Anuradhapura zurückgezogen haben.

Die beste Zeit um Mihintale während  einer Sri Lanka Rundreise zu besuchen sind die frühen Morgenstunden. Nicht nur das man den riesigen Touristenschwärmen aus dem Wege geht, sondern auch um der hier sehr anstrengenden Mittaghitze zu entkommen.
Gerade zum Fotografieren ist dies auch die beste Zeit. Es regnet selten und das Morgenlicht gestattet einzigartige Farbenspiele und höchst atmosphärische Aufnahmen.

Treppen von Mihintale
Kantaka Chetiya Stupa von Mihintale
Ambasthala Dagoba Mihintale
Mihintale Ambastala Dagoba


Mihintale - Die Geschichte, wie der Buddhismus nach Sri Lanka kam.

Um 250 vor Christi Geburt hielt König Asoka von Indien in seiner Hauptstadt Pataliputra darüber Rat wie er die buddhistische Religion weiter in die Welt bringen konnte. Verschiedene Mönche wurden auserwählt um außerhalb des Königreichs den Glauben zu verbreiten. Mahinda, der Sohn des Königs ging auf die Reise nach Süden. Es wird angenommen, das der fürstliche Mönch mit seinen Begleitern über Trincomalee nach Sri Lanka kam. Er gelangte an ein Berggebiet nahe Anuradhapura. Hier in Mihintale trafen sie dann auf König Tissa Devanampiya der zusammen mit einigen seiner Höflinge in dem Berggebiet auf die Jagd ging.

Hier kam es dann zu einer geschichtsträchtigen Begegnung. Nach dem ersten Schrecken soll Mahinda bruhigend auf den König eingesprochen haben. Dabei stellte er ihm einige Fragen um seine Auffassungsgabe zu testen. Es soll zu folgendem Dialog gekommen sein:
Mahinda zeigte auf einen Baum und fragte den König was das sei.
Der König antwortete, dass es ein Mangobaum.
Mahinda: Gibt es noch andere Mangobäume neben diesem?
Es gibt viele Mangobäume, antwortete der König.
Mahinda: Und gibt es irgendwelche anderen Bäumen neben diesem Mangobaum oder Mangobäumen?
Es gibt viele andere Bäume", antwortete der König, aber es sind keine Mangobäume.
Mahinda: Und gibt es neben diesen Mangobäume und solche, die nicht Mangobäume sind noch andere Bäume?
Es gibt diesen Mango-Baum, sagte der König.
Du bist ein kluger Mann, O Herrscher der Menschen, sagte Mahinda
(Aus buddhist pilgrim´s Guide to Sri Lanka)

Am nächsten Tag ging König
Tissa Devanampiya zurück nach Anuradhapura um alles für den Besuch der Mönche, die am Tag darauf eintreffen sollten, vorzubereiten. Mihinda predigte vor dem Hofstaat und vor dem gemeinen Volk, worauf hin die neue Religion, der Buddhismus, enthusiastisch angenommen wurde.
Die Ambasthala Dagabo oder Mangobaum Stupa hat seinen Namen von diesem Rätsel, das Mahinda dem König gestellt haben soll und der Name Mihintale (der ursprünliche Name der Stadt war Missaka Pabbata) leitet sich von dem Namen Mahinda ab.
Mahinda selber verbrachte den Rest seines Lebens hier und starb im Jahr 202 vor Christi. Seine Asche wurde in Stupus im ganzen Land gebracht. Unter anderem verblieb ein großer Teil natürlich hier in Mihintale.


Buddha  Ambasthala Dagoba
Buddha Statue Mihintale


Um den Berg Mahinda besteigen zu können, wurde eine steinerne Treppen mit über 1.840 Stufen angelegt.

Die ganze Anlage von Mihintale besteht aus 3 Ebenen.
Auf der untersten befindet sich das alte Mönchshospital oder Krankenhaus. Hier gab es Zimmer für 27 Personen und ein Bad in dem wahrscheinlich medizinische Öle Verwendung fanden. Außerdem findet man hier noch ein kleines aber nicht sehr interessantes Museum mit einem Verkaufskiosk.

Auf der zweiten Ebene, die über 420 Treppen zu erreichen ist befinden sich die Reste eines längst verfallenen Klosters, ein Reliquienhaus sowie eine Versammlungshalle. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich die Wasserbecken der Sinha Pokuna und eines der ältesten Gebäude Sri Lankas, die Kantaka Chetiya Dagoba.

Auf der obersten Ebene befinden sich die Ambasthala Dagoba, die Mahaseya (die große weiße) Dagoba sowie die Felsennische Mihinda Guha, die auch als Mahindas Bett bekannt ist.

 Ambasthala Dagoba Mihintale


Weitere Sehenswürdigkeiten des Komplexes von Mihintale

Kantaka Chetiya Dagoba


Nachdem man die untere Ebene mit Kloster, Mönchshospital und Museum hinter sich gelassen hat gelangt man zur mittleren Ebene. Hier befindet sich die Kantaka Cetiya Dagobaba. Es ist nicht genau bekannt wann diese erbaut worden ist. Erwähnt wurde sie zum ersten Mal im 1. Jahrhundert vor Christi. Besonders gelungen sind die vier hervorstehende "Balkone" Vahalkadas genannt, die sich an allen vier Seiten befinden. Zwei davon sind noch in gutem Zustand und sind reich verziert mit Steinmetzarbeiten, die Zwerge, Stiere, Löwen und Gänse abbilden.
Rund um die Kantaka Chetiya befinden sich Höhlen, in denen die Mönche von Mihintale gelebt und meditiert haben
Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich das Wasserbecken Sinha Pokuna ein Reliquienhaus sowie eine Versammlungshalle.

Die Ambasthala Dagoba oder Mangobaum Dagoba

Hat man nach entrengendem Aufsteig die obere Terasse erreicht, so fällt als erstes der Blick auf die von König Mahadatika in den ersten Jahren nach Christi erbaute Ambasthala Dagoba. Es ist eine relativ kleine Stupa die von einem Kreis aus Steinsäulen umgeben ist, welche in früheren Zeiten eine hölzerne Dachkonstruktion getragen haben. Dies ist genau der Ort der schicksalhaften Begegnung von Nihinda mit dem König Tissa Davanampiya mit seinem Gefolge. Gleich neben der Dagoba befindet sich noch mit goldenem Zaun eingegrenzt ein Bodhi-Baum.

Die große Mahaseya Stupa

Schon von weitem sieht man auf dem Berg von Mihintale die große weiße Mahaseya Stupa. Sie wurde um Christi Geburt erbaut und es wird vermutet, das sie Reliquien von Buddha enthält. Sie wurde mehrmals renoviert und hat von der Basis aus gerechnet eine Höhe von 45 Metern. Durch die Enge des Geländes ist es dem normalen Touristen so gut wie unmöglich vom Gelände aus eine Photo zu schießen, das befriedigt. Man benötigt dafür schon ein sehr gutes Weitwinkelobjektiv, eine klare Sicht und gute Lichtverhältnisse.
Kaum bemerkt von normal durchreisenden Toursisten gibt es an der Mahaseya Dagoba auf der Rückseite einen kleinen Buddhaschrein, den es sich lohnt auf jeden Fall zu besuchen. Zu finden ist in einem kleinen abgeschieden Raum ein farbenfroher liegender Buddha und mehrer Skulpturen von Anhängern und Jüngern.

Mihintale Liegender Buddha
Mihintale Buddhatempel
Dekorationen Buddhatempel Mihintale

Aktuelle Reiseangebote und Schnäppchen

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü